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Glossar

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Hier findest du eine Liste mit Begriffen und Ausdrücken aus der Welt des Gaming, die regelmäßig aktualisiert wird. Dieses Glossar führt die Aufzählung aus dem Booklet „Playground Gaming“ weiter, das im Rahmen eines OER-Projekts an der Universität Erfurt entstand. Wenn dir noch weitere Begriffe einfallen, die ebenfalls im Glossar aufgenommen werden sollten, melde dich mit deinem Vorschlag gerne bei uns unter info@games-im-unterricht.de.

2D (Zweidimensional)

Begriff: Die Bezeichnung 2D ist eine Akürzung für "Zweidimensional" und bezeichnet Spiele, die nur zwei Dimensionen zur Darstellung nutzen. In einem 2D-Spiel bewegt sich der Charakter wie auf einem Blatt Papier nach links, rechts, oben und unten. Manche 2D-Spiele wie z.B. ältere Zelda-Titel nutzen 2D-Perspektivwechsel auf kreative Weise für Inszenierungen oder Puzzles. 

Beispiele: Typische Vertreter sind 2D-Platformer wie Ori and the Blind Forest und Gris oder Point&Click Abenteuer-Spiele wie Beholder

Pädagogische Relevanz: 2D-Spiele benötigen weniger Hand-Augen-Koordination und räumliches Vorstellungsvermögen als ihr 3D-Gegenpart und sind aufgrund der visuellen Klarheit und der einfachen Steuerung ein guter Einstiegspunkt für jüngere Kinder.

3D (Dreidimensional)

Begriff: Die Bezeichnung 3D ist eine Akürzung für "Dreidimensional" und bezeichnet Spiele, die sowohl Breite und Höhe als auch Tiefe zur Darstellung nutzen, wodurch eine räumliche Perspektive entsteht. In einem 3D-Spiel kann sich ein Charakter wie in der Wirklichkeit bewegen. 

Beispiele: Typische Vertreter sind Open-World-Spiele wie Zelda: Breath of the Wild oder Luanti

Pädagogische Relevanz: 3D-Rätsel-Spiele wie Portal oder Bau-Simulationen wie Luanti können räumliches Denken und Problemlösefähigkeiten fördern und beim Aufbau von Vorstellungen zu geometrischen Konzepten oder physikalischen Gesetzmäßigkeiten helfen. Die zusätzliche Komplexität von 3D-Spielen kann allerdings auch eine Barriere darstellen, weshalb sich für jüngere Kinder zum Einstieg 2D-Spiele generell besser eignen. 

 

4K / Ultra-HD

Begriff: Die Abkürzungen 4K und Ultra-HD bedeuten soviel wie 4000 Pixel bzw. Ultra-Hochauflösung und werden i.d.R. synonym zur Bezeichnung von PC-Monitoren oder Fernsehern mit einer sehr hohen Bildschirmauflösung von 3840 x 2160 Pixeln benutzt. Mit der vierfachen Pixelanzahl von herkömmlichen Full-HD Bildschirmen bietet Ultra-HD deutlich schärfere Bilder, feinere Details und oft ein erweitertes Farbspektrum. Spiele in 4K-Auflösung zeigen feinste Details wie realistische Texturen auf Oberflächen oder präzise Licht- und Schatteneffekte. Die Auflösung ist besonders bei modernen Fernsehern und Monitoren sowie bei neueren grafisch aufwendigen Spielen von großen Entwicklerstudios verbreitet. 

Beispiele: Neuere AAA-Spiele mit hohen Produktionskosten wie Cyberpunk 2077 oder Horizon Forbidden West bieten eine 4K-Auflösung an. 

 

AAA

eng.: triple A. So bezeichnen Games-Publisher Spiele, die mit einem großen Budget produziert wurden und darauf ausgerichtet sind, hohe Spieler*innen- und Verkaufszahlen zu erreichen. Oft werden „triple A“ Spiele als qualitativ hochwertig dargestellt, wobei das im Begriff nicht impliziert ist. Beispiele für AAA-Titel sind Franchises wie God of War, Mafia, Red Dead Redemption, Last of Us, Far Cry uvm.

Abenteuerspiele

Im Genre Abenteuer bzw. Adventure liegt der Fokus auf der Story, die nicht selten erst nach vielen Stunden durchgespielt wird. Mal erarbeiten sich die Spieler*innen die Geschichte über Rätsel und Puzzles wie bei Point-and-Click-Adventures (die Edna & Harvey Reihe, Deponia, Machinarium), mal beeinflussen die Entscheidungen der Spieler*innen den Spielverlauf und die Beziehungen zwischen anderen Charakteren (Life is Strange, Heavy Rain, The Walking Dead). Viele Abenteuerspiele folgen mit Hilfe simplen Gameplays einer komplexen Handlung.

ACE

eng.: all Champions eliminated. Dieser Ausdruck wird den Spieler*innen dann im Spiel (= ingame; in game) angezeigt, wenn alle Spieler*innen eines Teams ausgelöscht worden sind und noch keiner wiederbelebt worden ist. In manchen Spielen beschreibt der Begriff auch, wenn ein*e Spieler*in allein alle Gegner*innen in einer Runde erledigt hat.

Actionspiele

Wichtig bei Actionspielen ist die Geschicklichkeit und Reaktionsschnelligkeit der Spieler*innen. Meistens steht das Ausschalten von gegnerischen Figuren und Gruppen im Vordergrund. Populäre Beispiele aus dem Action-Genre sind Assassin's Creed, Far Cry oder Grand Theft Auto. Grundsätzlich kommen allerdings auch in vielen anderen (Sub-)Genres Elemente aus dem Bereich Action vor.

add/adden

eng.: to add = hinzufügen, ergänzen. Bezeichnet das Hinzufügen eines Kontakts zur (spielinternen) Freundesliste.

AFK

eng.: away from keyboard. Dieser Ausdruck wird dann verwendet, wenn der*die Spieler*in kurz oder auch länger „nicht an der Tastatur“ ist. Oft versetzen Spiele oder auch Programme wie z.B. World of Warcraft eine*n Spieler*in in diesen Zustand, wenn sie sich längere Zeit nicht bewegt haben.

Aimbot

eng.: to aim = zielen; bot = Roboter / Computerprogramm, welches weitgehend automatisch funktioniert. Bezeichnet Software, die in Shootern für das automatische Zielen auf Gegner benutzt wird. Die Software ersetzt bzw. ergänzt dabei die manuelle Eingabe der Spieler*innen durch Maus & Tastatur. Aimbots werden meist für einen unfairen Wettbewerbsvorteil eingesetzt und sind dementsprechend meistens verboten. 

All-In

Bezeichnet in Strategiespielen eine offensive Handlung, die alle Möglichkeiten zum Angriff nutzt und dafür keinerlei Rückzug offenlässt. Der Fehlschlag eines All-Ins bedeutet in der Regel die Niederlage. Der Begriff hat seinen Ursprung im Poker (alles auf eine Karte setzen).

AoE

eng.: Area of Effect = Wirkungsbereich. Die Abkürzung findet sich vor allem in den Genres RPG, RTS sowie MOBA und bezeichnet Angriffe oder Zaubersprüche, die sich auf einen bestimmten Bereich statt auf ein einzelnes Ziel auswirken.

AP

eng.: ability power. Dieser Begriff beschreibt die Stärke von den Fähigkeiten eines Charakters im Spiel und den Schaden, den er wirken kann.

APM

eng.: actions per minute = Aktionen pro Minute. APM wird meist mit speziellen Programmen gemessen und beschreibt die Anzahl an sinnvollen Aktionen in Form von Maus- und Tastatureingaben pro Minute. APM ist ein gängiger Maßstab für die Effizienz bzw. Leistung von Spieler*innen und wird vor allem im E-Sport genutzt. Professionelle E-Sportler*innen erreichen durchschnittlich zwischen 350-450 APM.

AR

eng.: augmented reality = erweiterte Realität. Im Gegensatz zum bekannteren Konzept VR wird bei AR-Spielen ein Ausschnitt der Umwelt digital verändert bzw. erweitert, z.B. in Form einer Videoquelle, welche durch Text und Bilder ergänzt wird. Das bekannteste Beispiel für ein AR-Spiel ist der Mobile-Hit Pokémon GO.

Backseat Gaming

eng.: Backseat = Rücksitz. Der Begriff ist angelehnt an das Einmischen von Beifahrern beim Autofahren (sogenannte Backseat Driver). Im Gaming sind damit ungewollte Kommentare oder das ungefragte Kundtun der eigenen Meinung von Seiten der Zuschauer*innen gemeint. Der Begriff findet sich vor allem auf Streaming-Plattformen wie z.B. Twitch. 

Battle Royale

Battle Royale ist ein noch recht neues, aber schnell sehr populär gewordenes Genre, bei dem sich eine begrenzte Anzahl an Spieler*innen online in einem vorgegebenen Spielbereich wiederfindet, der regelmäßig verkleinert wird. Auf der Karte (= Map) finden sich verschiedene Items, die die Spieler*innen sammeln und dafür nutzen können, sich gegenseitig zu bekämpfen. Der letzte Überlebende bzw. dessen Team gewinnt. Bekannte Battle Royale Spiele sind Fall Guys, PlayerUnknown’s Battlegrounds und Fortnite.

Beat 'Em Up

In diesem Genre geht es vor allem um den gezielten Einsatz von Kampfstilen. Die Spieler*innen treten gegen andere Spieler*innen oder Computergegner*innen an und müssen versuchen, in Form von oft rundenbasierten Kämpfen zu gewinnen. Typische Beat ‘Em Ups sind Super Smash Bros. Ultimate, Tekken und Street Fighter.

BM

eng.: bad manners = schlechte Manieren. Die Abkürzung bezeichnet alle möglichen Formen von unsportlichem oder unangemessenem Verhalten in Multiplayer-Spielen. BM kann sich dabei auf In-Game-Handlungen oder Chat-Nachrichten beziehen und reicht von ironischen Bemerkungen und Sticheleien bis hin zu Beleidigungen und Verstößen gegen die Terms of Service des jeweiligen Spiels.

boosten

eng.: to boost = (ver-)stärken. Der Begriff bezeichnet verschiedene Methoden, bei denen man durch die Unterstützung von anderen Spieler*innen einen höheren Rang erlangt. Die Unterstützenden werden dabei als Booster bezeichnet, die Hilfe-Suchenden als Geboostete. Boosting ist in wettkampforientierten Multiplayer-Titeln i.d.R. verboten sowie von Gaming-Communitys verachtet und führt bei der Entdeckung oft zu einer Account-Sperrung. In Online-Rollenspielen ist Boosting nicht verboten, da nicht der faire Wettkampf, sondern das Miteinander-Spielen das zentrale Spielelement ist, wird allerdings dennoch von den meisten Spieler*innen kritisch gesehen.